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AGBs

Geschäfts- und Beförderungsbedingungen

 

Beförderungsbedingungen vom 01.01.2009

 

1. Allgemein
Es werden nur Personen befördert, mit denen ein Beförderungsvertrag abgeschlossen ist. Der Beförderungsvertrag entsteht auf der Grundlage des Buchungsvertrages durch den Abschluss einer Terminvereinbarung für die Durchführung der Fahrt. Die Beförderungsbedingungen werden dabei ausdrücklich anerkannt. Die Haftung des Luftfrachtführers aus dem Beförderungsvertrag richtet sich nach den Vorschriften des Luftverkehrsgesetzes.

 

2. Haftpflicht und Versicherungsschutz
Die Haftpflicht des Luftfahrtunternehmens ist versichert. Die Deckungssumme beträgt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften für Halterhaftpflicht- und Passagierhaftpflicht 8,5 Mio.€. Werden Sachen beschädigt, die der Fahrgast mit sich führt oder an sich trägt, so besteht Haftung nur bei schuldhaftem Verhalten unseres Personals. Schäden oder Ersatzansprüche sind dem Luftfrachtführer unverzüglich anzuzeigen und geltend zu machen. Hat bei Entstehung des Schadens ein Verschulden des Verletzten mitgewirkt, so kommen die Vorschriften des § 254 BGB zur Anwendung.

 

3. Ersatzansprüche
Schäden oder Ersatzansprüche sind dem Luftfrachtführer unverzüglich anzuzeigen und geltend zu machen. Hat bei Entstehung des Schadens ein Verschulden des Verletzten mitgewirkt, so kommen die Vorschriften des § 254 BGB zur Anwendung. Eine Haftung für Gepäck, Foto- und Filmgerät wird nicht übernommen. Bei Mitnahme ist der Fahrgast selbst für die stoßsichere Verwahrung während der gesamten Start-,Fahr- und Landezeit verantwortlich.

 

4. Gültigkeit der Fahrscheine
Ballon-Fahrscheine oder Gutscheine für solche Fahrscheine sind unmittelbar nach Erhalt zu bezahlen. Fahrscheine und Gutscheine können von demjenigen, der den Gutschein/Fahrschein erworben und bezahlt hat, bei triftigen Gründen zurückgeben werden, nicht jedoch von dem jeweiligen Inhaber. In Falle eines Rücktritts ohne triftigen Grund  werden die Gebühren unter Einbehaltung einer Verwaltungsgebühr von bis zu 20 % erstattet sonst natürlich komplett.
Mit der Durchführung der Fahrt verlieren Fahrscheine/Gutscheine ihre Gültigkeit, auch wenn sie nicht entwertet oder eingezogen wurden. Für pünktliches Erscheinen am Treffpunkt ist jeder Passagier selbst verantwortlich. Erscheint ein Passagier nicht zu dem vereinbarten Termin, so ist sein Anspruch auf die Ballonfahrt verfallen. Gleiches gilt für Passagiere, die zu spät kommen und der Ballon schon abgehoben hat. Absagen innerhalb von 24 Stunden vor dem Treffen sind nicht möglich. Bei Absagen innerhalb dieses Zeitraumes gilt die Fahrt als durchgeführt.

Eine Fahrpreiserstattung kann nicht erfolgen. Telefonisch getroffene Terminvereinbarungen sind für die Passagiere verbindlich. Bei Gruppen ab zwei Personen erfolgt die verbindliche Vereinbarung mit einer Person für die gesamte Gruppe. Die Ballonfahrt erfolgt unter dem Vorbehalt entsprechender Witterungsbedingungen. Muss eine Ballonfahrt ausfallen, so ist eine Haftung bei Fehlanfahrten der Gäste ausgeschlossen.

 

5. Übertragbarkeit der Fahrscheine
Fahrscheine und Gutscheine hierfür sind ohne unsere Zustimmung  übertragbar, sofern es sich nicht um vom Luftfahrtunternehmen oder den Sponsoren seiner Ballone ausgestellte Gratisgutscheine handelt. Ballonfahrscheine-/ Gutscheine die übertragen werden, sind dem Luftfahrtunternehmen unmittelbar unter Angabe des neuen Ballonfahrschein-/ Gutscheininhabers (Adresse, Telefon) zu melden.

 

6. Durchführung der Fahrt
Das Luftfahrtunternehmen verpflichtet sich, innerhalb einer angemessenen Zeit, das sind höchstens 24 Monate nach Erwerb des Fahrscheins oder Gutscheins, die Fahrt durchzuführen beziehungsweise für den Fahrgast annehmbare Termine hierfür anzubieten.
Ein Anspruch auf Beförderung besteht jedoch trotz fester Terminabsprache nicht, wenn die Fahrt vom Unternehmen aus witterungsbedingten Gründen oder Gründen die der Luftfahrzeugführer nicht zu vertreten hat, nicht stattfindet und verschoben werden muss. In diesem Falle sind Ersatz- oder Rückerstattungsansprüche des Fahrgastes, aus welchem Rechtsgrund auch immer, ausgeschlossen. Es wird dann ein neuer Termin vereinbart.
In Einzelfällen kann das als Vertragspartner genannte Luftfahrtunternehmen ersatzweise ein anderes Luftfahrtunternehmen, das die gleichen rechtlichen Voraussetzungen des Luftverkehrsgesetzes (§ 20 LuftVG) erfüllt, für die Durchführung der Fahrt einsetzen. Die Haftung übernimmt in diesem Falle das eingesetzte Luftfahrtunternehmen.

 

7. Dauer der Fahrt
Der Luftfahrzeugführer entscheidet über Startort, Startzeit, Fahrthöhe, Fahrtdauer und Landeort. Eine vorab vereinbarte Fahrtdauer wird, wenn möglich, mit einer Abweichung von höchstens 15 Minuten eingehalten. Muss die Fahrt vorzeitiger beendet werden, so hat der Gast Anspruch auf anteilige Erstattung des Fahrpreises. Wird eine Fahrtdauer nicht ausdrücklich vereinbart, so gilt die Standard-Fahrtdauer von einer Stunde als vereinbart.

 

 

8. Verfall des Fahrscheins
Erscheint der Fahrgast bis eine halbe Stunde nach einem fest vereinbarten Termin nicht am Treffpunkt, so ist der Fahrschein beziehungsweise Gutschein und der Fahrpreis verfallen. Das gilt auch, wenn ein vereinbarter Termin innerhalb von fünf Stunden vor der Fahrt vom Fahrgast abgesagt wird. Der Fahrschein/Gutschein verfällt ab zwei Jahre nach der Ausstellung, sofern das Luftfahrtunternehmen vergeblich mehr als fünf zumutbare Termine angeboten hat. Das gilt auch, wenn der Fahrgast nicht erreichbar ist und deswegen keine Termine vereinbart werden können. Sobald das Luftfahrtunternehmen fünfmal vergeblich Termine angeboten hat, erfolgt keine weitere Kontaktaufnahme, es liegt dann bei dem Fahrgast, die Terminvereinbarung herbeizuführen.

 

9. Gesundheitliche Beschwerden des Fahrgastes
Der Fahrgast verpflichtet sich etwaige gesundheitliche Beschwerden oder körperliche Mängel bei der Terminabsprache, spätestens jedoch unmittelbar vor Fahrtantritt dem Piloten mitzuteilen. Der verantwortliche Luftfahrzeugführer ist berechtigt, in diesen Fällen die Beförderung abzulehnen.
Betrunkene oder unter Rauschmittel stehende Personen werden nicht befördert. Für Hochschwangere und Kinder unter 12 Jahren sowie Personen, die kleiner als 1,30m sind, besteht keine Beförderungspflicht. Bei Personen über 70 Jahren sind die körperlichen Belastungen der Fahrt vor Fahrtantritt mit dem Luftfahrzeugführer persönlich zu besprechen. Lehnt der Luftfahrzeugführer die Beförderung ab, so kann der Fahrpreis in voller Höhe zurückerstattet werden, sofern nicht ein neuer Termin vereinbart wird. Bei der Fahrtvorplanung wird ein durchschnittliches Fahrgastgewicht von 85 kg zugrunde gelegt. Stellt sich vor Fahrtantritt heraus, dass das tatsächliche Gewicht der Gäste zu einer Überladung führt, so kann der Pilot die Mitnahme einzelner Gäste ablehnen. Lehnt der Luftfahrzeugführer die Beförderung ab, so wird der Fahrpreis in voller Höhe zurückerstattet, sofern nicht ein neuer Termin vereinbart wird.

 

10. Sicherheit und Ordnung
Während des Starts, der Fahrt und der Landung sowie beim Auf- und Abrüsten des Ballons hat der verantwortliche Luftfahrzeugführer alle zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung geeigneten Maßnahmen zu treffen beziehungsweise anzuordnen. Alle beteiligten Personen haben den hierzu notwendigen Anordnungen Folge zu leisten. Die Fahrgäste beteiligen sich in angemessener Weise an den zum Auf- und Abrüsten des Ballons und zu seiner Bergung nach der Landung notwendigen Arbeiten. Vom Beginn des Aufrüstens bis zum Ende des Abrüstens herrscht Rauchverbot für alle beteiligten Personen. Waffen, gefährliche Stoffe und spitze Gegenstände dürfen nicht mit an Bord genommen werden. Größere Gegenstände (Kameras, Ferngläser) dürfen nur mit Zustimmung des Piloten und nur in dafür geeigneten stabilen Behältern mitgenommen werden. Der Fahrgast hat geeignete, den ganzen Körper bedeckende Kleidung zu tragen, insbesondere geschlossene, feste, flache Schuhe (z.B. Wanderschuhe o.ä.).

 

 

11. Gerichtsstand
Änderungen der Beförderungsbedingungen bedürfen der Schriftform. Bei Streitigkeiten aus dem Beförderungsvertrag gilt die Gerichtsstandsregelung des Luftverkehrsgesetzes. In allen anderen Fällen gilt der Gerichtsstand des Sitzes des Luftfahrtunternehmens als vereinbart.